DL2USR

Zur Homepage des DARC-Ortsverbandes Görlitz S08

Vorgeschichte

"Es war einmal vor vielen, vielen Jahren!" 

So wie fast jede Geschichte beginnt könnte auch diese hier anfangen. Aber es ist wirklich schon viele Jahre her und alles begann mit einem gewissen Interesse an Funktechnik/Elektronik. Über die GST - andere Möglichkeiten gab es ja nicht groß - habe ich die Grundlagen der Morsetelegrafie erlernt. Naja eigentlich war Sprechfunk die interessantere Richtung, aber so speziell ging das dann nicht. Während der Armeezeit konnte ich diese Kenntnisse nicht anwenden, hier standen Vermittlungstechnik und die Fernschreibmechanik auf der Tagesordnung. Ganz verlor ich den Amateurfunk allerdings nicht aus den Augen (Ohren), wenn sich die Gelegenheit bot lauschte ich schon mal auf den vorhandenen Kurzwellengeräten (Sprechfunk). Die Telegrafiekenntnisse gerieten in Vergessenheit, wohl auch das Interesse selbst etwas dafür zu tun. Der CB-Funk wurde interessant, hier konnte man gleich loslegen. Allerdings war er für mich nicht so das rechte Medium, es herrschte bald Chaos, einer störte den anderen und es wurde um das Thema Funk stiller. Nach vielen Jahren, traf ich einen Kumpel aus den alten CB-Funkzeiten wieder. Das Gespräch kam auf den Punkt - Funk! Wolfgang Haude erzählte mir das er an einem Fernlehrgang teilnimmt und  die Lizenz zur Klasse 3 ablegen möchte. Auch Manni - Manfred Maske war mit von Partie. Von dem ganzen Thema Funk wollte ich anfangs nichts mehr wissen, ich hatte einen Schlußstrich gezogen. Aber so richtig ließ es mich nicht mehr los, Wolfgang bohrte weiter und meine alte Hörernummer Y2-EA-12011L kam wieder schwach in Erinnerung. Allerdings war damit nach den vielen Jahren kein Blumentopf mehr zu gewinnen! Dann tauchte ein weiterer Name auf  - Manfred Schenk - von ihm hatte ich die Grundlagen in Telegrafie erlernt. Das war vor 17 Jahren gewesen und nach etwas suchen fand ich sogar noch meine Morsetaste. Auch die Zeichen kamen mir noch vertraut vor. Langsam wurde ich neugieriger. Als Manfred, Wolfgang die Möglichkeiten der digitalen Betriebsarten in seinem Shack vorführte, habe ich die Chance genutzt und bin mitgegangen. Dieser Schritt und Manfred´s Satz "Dann fahr doch gleich mit zur Prüfung, das kannst Du!" sollten besondere Bedeutung bekommen. Kurz darauf war ich bereits Mitglied im DARC und lernte für die Lizenz-Klasse 3. Man sollte halt niemals NIE sagen! Am 26.06.01 war es dann soweit, wir traten in Dresden zur Prüfung an und bestanden alle drei! Am 07.03.2007 ging es wieder Richtung Dresden zur Bundesnetzagentur, diesmal stand die Erweiterungsprüfung von Klasse E (ehemals Klasse 3) zur Klasse A auf dem Plan. Mit dem Bestehen änderte sich das Rufzeichen nur ganz minimal. Aus dem "O" an zweiter stelle wurde das "L"!

    

R105M funktionsfähig hier mit Handapparat und Eigenbauakku mit 4000mA / SEG15D funktionsfähig hier mit zwei Wandlern, Batteriefach, Funkgabel, L24, Handapparat, Teleskopantenne

 

R111 mit Netzteil und original versiegeltem Ersatzteilkoffer funktionsfähig / R311funktionsfähig

Feldfernsprecher FF63 mit Amtsanschliesser AS60 funktionsfähig

Die Interessengruppe Military-Radio-Runde im Deutschen Amateur-Radio-Club e.V.,Ortsverband Schönau (S65), verleiht das Diplom Military Radio History an Funkamateure und SWL’s. Mit dem Erwerb des Diploms werden Aktivitäten gewürdigt, die sich mit der Dokumentation, Erhaltung, Nutzung von ehemaliger Militärfunktechnik im Amateurfunkdienst befassen und damit einen Beitrag zur Konversion und Darstellung funktechnischer Entwicklungen leisten. Nähere Informationen hier!

Kenwood TH-D7E

Dieses Gerät, Dualbandhandy 2m / 70cm mit vielfältigen Zusatzfunktionen,  fiel mir durch die Ausgangsleistung von 6 Watt und dem eingebauten TNC auf. Hierzu muß ich anmerken, über die Ausgangsleistung war ich nach der Lieferung etwas entäuscht. Mit dem mitgelieferten NC Accu von 6V ist nur eine Ausgangsleistung von 2 - 2,5 Watt möglich. Mit dem als Sonderzubehör erhältlichen NC Accu von 9,6 V kann man dem Gerät 5 Watt entlocken und nur mit externer Spannungsversorgung von 13,8V erreicht man die angegebenen 6 Watt. Auch der eingebaute TNC hat gegenüber externen Geräten einige Abstriche zu verzeichnen. Als Antenne leistet eine DIAMOND X 30 gute Dienste,  ihre technischen Parameter sind bei kompakter Bauweise sehr ansprechend. Zur Kontrolle des SWR kommt das SX-144/430 zum Einsatz. Bei der Verkabelung habe ich mich für AIRCELL 7 entschieden, es ist dämpfungsarm und mit einem Durchmesser von ca. 7 mm recht gut handhabbar. Die Programmierung des TH-D7E über die Tastatur gestaltet sich anfangs nicht immer ganz einfach. Kenwood bietet aber auch ein Programm an, womit die Einstellungen über PC erledigt werden können. Hier im Netz habe ich ein Programm ( Link 7 ) gefunden das gegenüber dem Kenwood Programm noch zusätzlich ein einfaches Packet-Radio Terminal beinhaltet. Allerdings ist dieses einfache Terminalprogramm für ernsthaftes arbeiten in Packet keine Empfehlung. Für einfache Test´s ist es aber ausreichend. 

Bevor man so richtig loslegen kann, muß man die Verbindung zwischen TH-D7E und PC herstellen. Die erste Variante, die ich gleich wieder verworfen habe, war das als Sonderzubehör erhältliche Datenkabel. Der Preis von ca 90,-DM (incl. Diskette mit Tips und dem Kenwood-Programm für Einstellungen per PC) war mir viel zu hoch. Interessant war das im Lieferumfang beigelegte Kabel. Es ist für den Anschluß eines GPS- Empfängers vorgesehen, mit Klinkenstecker versehen und am anderen Ende offen. Mit einer entsprechen Sub-D Buchse versehen erfüllt es hervorragend und preiswert seine Aufgabe als Datenkabel.

Nicht schwierig und mit minimalem Materialaufwand anzufertigen, das Datenkabel TH-D7E / PC !

Wir wollen einmal versuchen eine Testverbindung zu einem DIGI herzustellen. Vorher sollte man sich schon einmal das Link7 Programm anschauen (Einstellungen etc). Die serielle Schnittstelle (COM1) des PC ist im Vorfeld wie folgt zu konfigurieren:

Bits pro Sekunde 9600
Datenbits 8
Parität keine
Stoppbits 1
Protokoll Xon/Xoff

(Die Wahl der Schnittstelle kann im DOS-Fenster unter Windows zu Problemen führen, hier sollte man auf alle Fälle COM1 verwenden!)

Der interene TNC kann keine Einstellungen speichern, er ist nach jedem Einschalten wieder im Grundzustand! Um mit Link7 eine Testverbindung zu einem DIGI aufzubauen, müssen die Initialisierungen des TNC im Packet-Terminal von Hand eingegeben werden. Am TH-D7E die Frequenz, das entsprechende Datenband einstellen und zweimal die Taste <TNC> drücken. Wir starten Link7, wählen die Registerkarte Packet- Terminal und geben im kleinen (unteren) Fenster die Befehle ein und bestätigen jeden mit Return. Zwischen jedem Befehl und dem folgenden Parameter ist ein Leerzeichen einzugeben!

MYCALL XXXXXX Übergabe des Rufzeichen´s, XXXXXX durch das eigene Rufzeichen ersetzen
HB 1200 Übertragungsrate in Baud zwischen DIGI und Funkgerät (1200 oder 9600), die Übertragungsrate zwischen TNC und PC ist fest auf 9600 Baud festgelegt und kann NICHT geändert werden.
KISS ON TNC des TH-D7E wird in den Kiss-Modus gebracht
RESTART Neustart mit den geänderten Einstellungen

Wenn hier keine Probleme aufgetreten sind, kann man nun mit CALL XXXXXX oder C XXXXXX ( XXXXXX Rufzeichen DIGI) eine Verbindung zum DIGI herstellen. Nach Bestätigung mit Return muß sich nach kurzer Zeit der DIGI melden.Um den TNC aus dem Kiss-Mode zu holen den TNC kurz auschalten.

Packet Radio mit Graphic Packet V.1.63

Wie zu sehen ist weist der interne TNC des TH-D7E einige spezifische Besonderheiten auf. Somit können nicht alle Packet-Programme zum Einsatz kommen um mit einigem Komfort arbeiten zu können. Ich habe durch probieren und der Suche im Netz eine akzeptable Lösung gefunden, die ich hier gerne anderen OM´s vorstellen und anbieten möchte. Verwendet wird  hier das DOS-Programm Graphic Packet. Eine vorinstallierte Version (wie sie bei mir sogar unter Win ME läuft) liegt hier zum download ( beinhaltet die vorinstallierteVersion mit kurzer Anleitung sowie die Originaldatei von GP V1.61 und das Update auf die V.1.63 als Kompettpaket). Der Start des GP-Programmes erfolgt hier über eine Batch-Datei. Sie übergiebt alle Parameter und ruft im Anschluss das Packet Programm auf. Die vorinstallierte Version lässt sich leicht an eigene Bedürfnisse anpassen und durch die beiliegenden Anleitungen ist eine gute Dokumentation gewährt. Jeder der etwas Ahnung von DOS und Windows hat, kommt hiermit klar. Allerdings etwas Zeit zum lesen der Programmbeschreibungen sollte man schon opfern ;-). Man sollte aber auch hier im Dos-Fenster unter Windows möglichst auf COM1 zugreifen, andere Schnittstellen habe ich NICHT getestet und es kann zu Problemen kommen. Um komfortabel arbeiten zu können ist noch das Programm 7Plus  (win7plus) nötig. Es dient dem Kodieren/Decodieren sowie Zerteilen/Zusammenfügen größerer Dateien. Wem die Kryptische Bedienung nicht ganz so zusagt kann auch eine entsprechende Windows-Oberfläche (wseven) von Jürgen Herrmann DG6RCN verwenden ( 7Plus wird zusätzlich benötigt).

Unter folgender Adresse wird auf Modifikationen für den TH-D7E eingegangen. 

APRS

Weiterhin sehr interessant sind APRS-Anwendungen mit dem TH-D7E. Hier gibt es den passenden Link  (www.aprs.de) sowie nähere Informationen und Software zu APRS und hier eine Realtime-Anwendung im Netz!

APRS (Automated Position Reporting System) ist eine spezielle Variante von Packet Radio.  Selbst ein riesengroßes APRS-Netzwerk benötigt lediglich eine einzige Frequenz auf welcher unprotokollierte (UI) Daten-Pakete verschickt werden (ohne Connect). Es besteht die Möglichkeit, die Information via mehrere Digipeater mit gleichem Alias über eine definierbare Distanz regional zu verbreiten. Ganz allgemein lassen sich mit diesem Protokoll Informationen und Messwerte jeder Art verbreiten. Jede messbare physikalische Größe ist mit dieser Technik fernerfassbar und den Möglichkeiten sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Für die einfachste Art mit dem TH-D7E und APRS QRV zu werden, benötigt man nicht viel mehr wie die genauen Standortkoordinaten. Allerdings ist diese Art nur für den lokalen Betrieb im Shack geeignet. Will man mobil QRV sein ist ein GPS Empfänger unbedingt nötig. Hier gibt es mit dem eTrex eine recht günstige Variante für den Einstieg. Nötig ist dann nur noch ein Verbindungskabel und ein paar Einstellungen an den Geräten. Das Verbindungskabel könnte recht schnell hergestellt werden, wäre nicht ein spezieller Stecker am GPS-Empfänger erforderlich. Hier habe ich dann doch lieber auf eine kommerzielle Lösung gesetzt, da kurzfristig nirgends ein entsprechender Stecker aufzutreiben war. Das Kabel bietet gleich noch eine Anschlussmöglichkeit an das KFZ-Bordnetz. Da dieser 12V Anschluss (wird auf 3V umgesetzt) fest am Kabel angeschlossen war habe ich hier noch eine Kupplung vorgesehen ( wahlweise Batterie oder Bordnetz) und diesen zusätzlichen Anschluss getrennt. Der noch erforderlich Anschluß des fertigen Kabels an den TH-D7E ist schnell und ohne Probleme zu fertigen. Den einzelnen Stecker habe ich später bei  www.mobile-navigation.de unter Zubehör für 9.90 € gefunden, zusätzlich fallen noch MWST und Versandkosten an. Damit wird der Anschluss komfortabel - aber teuer. Wählt man diesen Weg sollte man unbedingt bei der externen Spannungsversorung auf die 3 Volt achten !

Der spezielle Stecker für den eTrex und dessen Anschluß an den TH-D7E

Damit wären die Hardwaremäßigen Vorraussetzungen schon erfüllt und man kann die Einstellungen an den Geräten vornehmen. Hier gibt es wieder die zwei Möglichkeiten für den Kenwood, direkt im Menü oder mit Hilfe des Einstellprogrammes.

Menüpunkt Bezeichnung Einstellung
2-1 MY CALL Hier das Rufzeichen eintragen
2-2 GPS UNIT Bei vorhandenem GPS-Empfänger auf NMEA stellen, sonst auf NOT USED.
2-3 MY POSITION  Bei angeschlossenem GPS-Empfänger kann diese Einstellung frei bleiben, ansonsten Koordinaten eintragen.
2-6 STATUS TEXT  
2-7 TX INTERVAL Hier kann das Intervall für die automatische Aussendung eingestellt werden. Für Mobilbetrieb so um die 5 Minuten.
2-8 PACKET PATH RELAY,WIDE einstellen.
2-9 DATA TX Hier empfiehlt sich AUTO einzustellen, man braucht sich dann um nichts zu kümmern und die Daten werden wie im Menü 2-7 eingestellt automatisch gesendet. (siehe Handbuch)
2-B POS-LIMIT OFF, bei sehr vielen Stationen kann hier ein Limit gesetzt werden
2-C UNIT auf km / Celsius stellen
2-D PACKET SPEED 1200 bps

Nun müssen noch einige Einstellungen am eTrex vorgenommen werden :

Unter Menü / Setup / Interface   : I/O Format NMEA  mit 4800 Baud einstellen. Auch dem Menüpunkt Einheiten sollte man einen Besuch abstatten, nähere Informationen liefert das recht ausfürliche Handbuch.

So einfach ist es mit dem TH-D7E in APRS QRV zu werden, mit PC am Kenwood wird alles natürlich komfortabeler!

Am TH-D7E ist die Frequenz von 144,800 MHz einzustellen, das Datenband ist entsprechend zu wählen (Menü 1-4-1) und die Taste TNC ist einmal zu betätigen ( TNC ein aber kein Packetbetrieb!). Bei bestehender Verbindung zum einsatzbereiten GPS-Empänger (mindestens 3 Satelliten müssen empfangen werden) kann man die Funktion prüfen indem man am Kenwood die Taste POS drückt. Hier müssen dann die Gradanzeige und die Punkte blinken, kurz darauf sollte die aktuelle Position sichtbar werden und damit ist man schon in APRS QRV. Der erste Test mit einer APRS fähigen Empfangsstelle  (auch TH-D7E ohne PC) verlief durchweg positv ( Erkennen von Bewegungsrichtung / Durchschnittsgeschwindigkeit).  Der TH-D7E bietet in seiner Ausstattung schon die wichtigsten APRS-Funktionen, natürlich hat das System in Verbindung mit einem PC weit mehr Möglichkeiten z.B.  die Anzeige von APRS Stationen auf einer Karte mit vielseitigen Zusatzfunktionen. Als Software kann man UI-View empfehlen. Allerdings sind die mitgelieferten Karten von der Auflösung nicht zu empfehlen, für einen ersten Test  aber ausreichend. Für den Raum Cottbus, Dresden, Görlitz habe ich zwei Karten ( der nähere Raum von Görlitz / Raum Ostsachsen ) selbst hergestellt. Du kannst diese Karten ( mit hoher Genauigkeit ) hier unter Karten.zip für den privaten Gebrauch laden. Die Datei ist zu entpacken, danach werden die BMP´s und die INF´s in das Installationsverzeichnis von UI-View in den Ordner MAPS kopiert. Bei gestartetem Programm kann man die Karten unter MAPS laden.   Sehr einfach und komfortabel kann man eigene Karten mittels des Hilfsprogrammes UI-Map Tool über das Internet erstellen. Übrigens ein häufiger Fehler, wenn keine Datenübertragung stattfindet, ist die Einschaltreihenfolge. Erst den TH-D7E einschalten und den TNC in den entsprechenden Einschaltzustand  bringen (Taste TNC 2x drücken bei Verbindung mit PC) und erst dann die Software auf dem PC starten. Die Software ist für die Initialisierung des TNC (Kiss-Modus) verantwortlich! Die näheren Einstellungen für UI-View gibt es unter www.aprs.de (Tips/Tricks/Hilfen / UI-View&D700/D7). Somit ist ein Betrieb möglich, allerdings müssen vorher am Kenwood die Einstellungen (Frequenz,TNC) per Hand gemacht werden. Man kann diese Sache natürlich auch ausgefeilter betreiben, und die Einstellungen per Script von der Software ausführen lassen. Vorraussetzung ist natürlich das die allgemeinen Einstellungen schon gemacht wurden.

 

    

ACER n10 / CF seriell-Adapter

APRS/CE ist ein vollwertiges APRS-Programm (Sende/Empfangsbetrieb) welches ebenfalls in Verbindung mit dem CF seriell Adapter auf dem ACER funktioniert. Damit hat man ein komplettes APRS-System ( Kenwood TM-D700 oder TH-D7E mit ACER n10) für die Westentasche. Die Auswahl an Karten ist allerdings nicht optimal, obwohl die Deutschlandkarte völlig ausreichend ist. Ein weiteres Problem ist die etwas schwierige Registrierung für Europa (PayPal oder Kreditkarte). Ohne Registrierung speichert die Software keine Einstellungen und man muss diese bei Programmstart immer wieder neu setzen. Alles in allem aber ein lohnenswerter Versuch!

 

SSTV / PSK und Co

Auch in die anderen digitalen Betriebsarten kann man schnell und ohne Probleme mal reinschnuppern. Für den Kenwood ist "nur" ein kleines Kabel von nöten und die entsprechende Software (zB. JVComm32 / PSK31 etc). Besonderen Wert sollte man auf die Pegel legen, denn ein übersteuerter Mic-Eingang am TRX macht wenig Freude und stört zudem die Nachbarkanäle! Es muss für erste Versuche mit SSTV nicht unbedingt das von Kenwood angebotene, teure VC-H1 (interaktives Bildkommunikationsgerät) sein.  Bei allen Versuchen sollte man nicht vergessen, bei dem TH-D7 handelt sich um ein Handfunkgerät und das sollte es ja eigentlich auch bleiben!. Aber Spaß macht es allemal :-) !

links : Funkgerät oben SP unten MIC / rechts : Line-IN, Line OUT, COM (PTT)

TM-D700E

Nach dem mein TH-D7E mit einem Defekt erst einmal ausgestiegen war, wurde der Wunsch nach einem "richten" Mobilgerät immer stärker. Meine guten Erfahrungen mit Kenwood ließen mir die Wahl nicht all zu schwer fallen. Es sollte der Große Bruder - der TM-D700E - werden.

Mike / abgesetstes Bedienteil / Grundgerät

Die Programmierung der Speicher und aller Einstellungen kann man sehr Komfortabel mit dem PC über das Programm Link700 erledigen. Die vorliegende Version der internen Firmware G2 bietet im APRS-Bereich einige interessante Neuigkeiten.

Die Ausstattung der Funktionen ist reichlich und man hat beim Umstieg von dem kleinen Bruder keine Schwierigkeiten in der Bedienung. Wer sich in der Menüführung des TH-D7 gut bewegen konnte, kommt auch mit dem TM-D700 sofort zurecht. Die Firmware in der Version G 2 bietet zudem einige interessante Funktionen zB. bei ARPS. Das abgesetzte Bedienteil hat nicht nur für den Mobilbetrieb seine Vorteile, sondern kann auch im heimischen Shack punkten. Nähere Einstellungen für den Betrieb mit APRS gibt es sehr ausführlich unter www.aprs.de (unter Portabel/Mobil bzw. Tipps/Tricks/Hilfen). 

Satelliten

Mit dem Satellitenprogramm 0SXSAT  (Freeware) von DJ0SX kann man für über 500 Satelliten Terminpläne erstellen oder 23 Satelliten Realtime im Textmode rechnen. Der große Vorteil besteht in der durchdachten und aus langer Beobachtungspraxis herrührenden Flexibilität in der Auswahl und den Anforderungen an ein Satellitenprogramm. Das Programm läuft unter Windows 95/98, NT, XP, 2000. Der Download der aktuellen Keplerdaten erfolgt über Knopfdruck und eine Anbindung eigener Programme wie z.B. Antennensteuerung oder Steuerung des RX über TCP/IP ist ebenfalls möglich.  Der Download von 0SXSAT lohnt sich auf alle Fälle und dem Betrieb über Satellit steht nichts mehr im Weg. Übrigens gibt es jetzt auch eine Version für PocketPC, damit hat man alles griffbereit auch wenn man mobil unterwegs ist. Die Software ist ebenfalls Freeware und macht einen sehr stabilen, stimmigen und durchdachten Eindruck. Ich war bei den ersten Versuchen total begeistert!! Auch ein Versuch mit dem TM-D700 in punkto Satellitenbetrieb ist durchaus angebracht und einen Versuch wert.  In unten stehender Tabelle sind die derzeitigen Frequenzen der ISS mit Stand vom Sep./2004.

Uplink 1 Region 1 145,200 MHz FM FM Sprache
Uplink 2 Region 2 & 3 145,990 MHz FM FM Sprache
Uplink Packet Radio 145,990 MHz FM Packet Radio (1200bps AFSK, APRS/BBS)
Downlink weltweit 145,800 MHz FM Sprache /Packet Radio

APRS-Betrieb mit TM-D700 via ISS

ICOM IC-706MKIIG

Interessant war schon immer einmal in SSB qrv zu sein. Um sich eine Option nach oben offen zu halten fiel die Wahl auf den ICOM IC-706MKIIG. Er deckt die Bereiche von KW über VHF bis UHF ab.

In Verbindung mit einem PC und einem CI-V Interface kann das Gerät komplett vom PC gesteuert werden. Ein ganzes tolles Freewareprogramm ist HAM-RADIO deluxe. Es bietet von der Steuermöglichkeit über eine Logbuchfunktion und der integrierten PSK Möglichkeit bis hin zum Mapper umfangreiche Funktionen. Übrigens muss das CI-V Interface nicht unnötig die Hobbykasse belasten, mit wenigen Bauteilen kann man hier bereits mitspielen.

 

Benötigt werden 5 Widerstände 4,7 K, vom Pin 3 zur Basis des Transistors wird ein 10 K Widerstand verwendet. Bei den 3 Transistoren handelt es sich um jeweils einen 2N2222A. Die 4 Dioden sind 1N4148 Typen und der Elko hat den Wert von 10µ/16V.  Eine 9 polige Sub-D  Buchse weiblich und ein Klinkenstecker 3,5 mm Mono finden sich sicher in jeder Bastelkiste. Dann kann man noch eine Möglichkeit für die PTT vorsehen - bei mir eine Chinch-Einbaubuchse - und alles in einem Gehäuse verstaut können die ersten Versuche folgen. Die CI-V Steuerung erfolgt über das DTR und die PTT Steuerung über das RTS-Signal. Diese einfache Schaltung funktionierte übrigens auch über einen USB-RS232 Adapter am Laptop, allerdings macht die fehlende Potenzialtrennung doch ein paar Schwierigkeiten.

Mittlerweile bin ich auf MixW umgestiegen und als Interface verwendet ich das MX-20. Im Funkamateur-Shop wird die Platine auch bereits mit dem FT232BL bestückt (Sound/Cat-Interface FA 2/06) angeboten. Der Rest ist schnell aufgebaut. Für den ICOM sind die CAT Ausgänge RX und TX  auf der Platine zu brücken, die benötigten Treiber gibt es auf der FTDI Website. Die Installation klappte bei mir aber nicht so ganz auf Anhieb, obwohl ich mich an den Beitrag im Funkamateur 2/06 gehalten habe. Aber alles in allem hat sich diese kleine Bastelei gelohnt!

Für den Betrieb ist es am günstigsten gleich eine Mantelwellensperre vorzusehen. Diese kann einfach aus 20 Ferritringen von Ferroxcube Bezeichnung CST9.5/5.1/15-3S4 hergestellt werden. Die Ferritringe werden einfach auf ein Stück RG-58 aufgezogen und erhalten im Anschluss einen Schutz aus Schrumpfschlauch. Der Bezug kann über http://www.mercateo.com/c/139-1295/Ferritkerne_und_Zubehoer.html erfolgen. Bei der Abnahme einer größeren Menge kann ein günstiger Preis erzielt werden und es finden sich im OV bestimmt ein oder zwei OM´s die sich der Bestellung anschließen!

Abstimmbare Magnetantenne (AMA) für 10/15m/20-Band

Im Internet gibt es vielfältige Informationen zu AMA-Antennen. Das hat mich bewogen, mich einmal näher mit dieser interessanten Antennenbauform zu befassen. Für meine beengten Platzverhältnisse stellt sie einen brauchbaren Kompromiss dar.  Die tragende Konstruktion wurde aus Plexiglas gefertigt und mit entsprechendem Kleber verklebt. Die Koppelschleife wurde im Spannungsnullpunkt des Loop mit dieser galvanisch verbunden. Dies stellt eine gute meachanische Lösung dar, allerdings erhält man damit ein unsymmetrisches Strahlungsdiagramm. Zur stabilen Haltung der Koppelschleife wurde ebenfalls ein kleiner Rahmen aus Plexiglas geklebt. Der entsprechende Schmetterlingsdrehko wurde bei Markus Reber , HB9TJX erworben. Besonders wichtig ist der verlustarme Übergang vom Loop zum Kondensator! Da ich die Antenne noch mit meiner Klasse E gebaut habe, wurde sie ursprünglich nur für 10/15m ausgelegt. Um nun doch noch das 20m-Band nutzen zu können wurde parallel zum Drehko ein C entsprechender Spannungsfestigkeit geschaltet. Um alle 3 Bänder bedienen zu können, erfolgt die Zuschaltung des C mittels kräftiger Brücke über nach außen geführte Polklemmen. Dies ist sicher nicht die beste Lösung, gestattet aber ohne den Drehko zu wechseln eine Nutzung auf 3 Bändern.

Zur Fernsteuerung fand ein bei Conrad erworbener Getriebemotor (Best.-Nr. 222376-62  24,95€) mit einer Untersetzung 3000:1 Verwendung. Witterungsbeständig wird das ganze in ein entsprechendes Gehäuse integriert und zum Schutz von Mantelwellen kommt noch eine Mantelwellensperre in die Antennenzuleitung. Angesteuert wird mit untenstehender Schaltung, hier ist die Impulslänge und Dauer einstellbar. Der Motor läuft somit extrem langsam und eine optimale Abstimmung ist möglich. Drücken von Taster 1 beginnt die langsame Abstimmung, drücken von Taster 1 und 2 aktiviert den Schnelllauf. Ich habe Taster mit mehreren Kontaktsätzen verwendet und komme somit für den Schnelllauf mit einem Tastendruck aus. Am Ausgang sorgt ein zweipoliger Umschalter für Vor/Rücklauf. Auf entsprechende Entstörung und für Abblockung der HF ist zu sorgen. 

 

Basteltipp für Einsteiger

Ein lohnendes Bastelobjekt für Einsteiger stellt ein 0V1 dar. Es handelt sich um einen Empfänger mit einer Audion und einer NF-Stufe. Durch die niedrige Betriebsspannung und den geringen Bauteilbedarf ist die Schaltung schnell aufgebaut und man hat schnell ein positives Erlebnis. Die wenigen Bauteile finden sich bestimmt in der Bastelkiste, oder man fragt beim OV-Abend mal einen älteren OM ob da noch ein Drehko und eine ECC82 im Dornröschenschlaf in irgendeiner Schublade liegen. Übrigens ist die ECC82 und auch eine entsprechende Fassung bei Conrad erhältlich. Beim Anschluss eines hochohmigen Kopfhörers und der verwendeten Spannung kann man die NF direkt an der Anode abgreifen. Die Verwendung eines niederohmigen Kopfhörers macht die Verwendung eines Übertragers erforderlich. Ebenfalls ist dies unbedingt bei höheren Anodenspannungen erforderlich! Sollte kein erforderlicher Ausgangsübertrager zu beschaffen sein, kann man sich auch mit einen Netztrafo 230V / 9V 1,5 A behelfen. Damit ist dann ein 32 Ohm  Kopfhörer anschließbar. Ich habe dann doch noch einmal mit einem NF-Übertrager 10:1 experimentiert und diesen für brauchbar empfunden. Mit dem 8 Ohm / 11Watt Widerstand und dem NTC läßt  sich der Einschaltstromstoß abfangen. Hier war etwas experimentieren nötig, auch wenn meine Lösung nicht das optimalste ist,  so erfüllt es jedoch erst einmal seinen Zweck. Übrigens lässt sich das Kratzgeräusch am Rückkopplungspoti ganz elegant mit einem Elko - 8µF zwischen Schleifer und Masse - laut DK3IW beseitigen. Auch wenn das Alu-Gehäuse schon fast ein Stilbruch darstellt, stand die Funktion erst einmal im Vordergrund.  Mit einer guten Erde - die Heizung musste hinhalten - und einigen  Metern Draht als Antenne konnten  wir schon einigen Rundfunksendern lauschen. Meine beiden Jungs sind von dem "alten" Mittelwellen-Radio jedenfalls total begeistert. Na und das ist doch schon mal was - oder!?

Aufbau und Schaltung des 0V1 mit ECC82

Um dem Kopfhörer noch etwas mehr Lautstärke zu gönnen, habe ich mich entschlossen noch einen zweistufigen NF-Verstärker, mit zwei EF95, nach zu setzen. Damit ist nun auch mit dem alten hochohmigen Kopfhörer eine gute Lautstärke erzielbar und der 0V1 hat sich zu einem 0V3 gemausert. Allerdings empfinde ich das sich nun die Rückkopplung etwas schwieriger einstellen lässt,  sicher ist das dem recht losen Aufbau zu schulden. Nähere Informationen zum Radiomann gibt es unter folgendem Link.

  

Schaltung des zweistufigen NF-Verstärkers mit EF95 und Aufbau des 0V3

Auf der Homepage von Raimund Hilz gibt es nicht nur weitere interessante Bastelvorschläge zu Empfängern, sondern man kann bei Ihm auch entsprechende Wabenspulen für den Radiomann erwerben. Die Spulen werten den Radiomann nicht nur optisch auf, sie haben bei mir zu einer weiteren Verbesserung des Empfanges geführt. Ein Besuch auf dieser Seite lohnt sich auf alle Fälle!

und hier mit neuer Wabenspule

Leiterplatten

Nicht für alle Bauvorhaben ist die Lochrasterplatine ideal, aber auch die Herstellung von entsprechenden Leiterplatten in guter Qualität stellt für den Amateur kein Problem dar. Preiswert kann man bei Reichelt sPlan und SprintLayout erwerben. Damit lassen sich Schaltpläne entwickeln und die Layouts für die Platinen erstellen. Der Ausdruck erfolgt auf  Overhead-Folie als Positiv. Meinen Drucker stelle ich dafür auf hohe Qualität und Foliendruck. Fotobeschichtetes Basismaterial gibt es in verschiedenen Größen bei verschiedenen Anbietern von der Fa. Bungard, diese sind zwar etwas teuer, aber in der Qualität besser als das Nonameprodukt welches angeboten wird. Zum Belichten verwende ich eine 125Watt UV-Lampe mit Vorschaltgerät (bei mir noch eine NARVA HQV125).  Die Bungard-Platinen (blaue Schutzfolie) sind sehr gutmütig bei der Belichtung, mit meiner UV-Lampe reichen 3-4 Minuten völlig aus. Man wählt die Zeit lieber etwas länger als zu kurz. Entwickelt werden die Platinen mit Natriumhydroxid und anschließend erfolgt das Ätzen mit Natriumpersulfat. Der Entwickler sollte genau nach Anweisung angesetzt werden, 10g auf einen 1Liter. Die Entwicklungszeit liegt bei frischer Entwicklerlösung um 1 Minute. Die Ätzlösung sollte eine Temperatur von 40-50 Grad aufweisen, bei geringerer Temperatur verlängert sich die Ätzzeit erheblich. Die Chemie kann ebenfalls sehr günstig bei Reichelt erworben werden. Damit steht kleinen oder größeren Bauvorhaben mit optisch ansprechenden Platinen nichts mehr im Weg.

 

benötigtes Material / PositivFilm mit sprintLayout erstellt (nicht maßstäblich) / geätzte Platine

Im Netz bin ich mehr durch Zufall auf die Seite von Thomas Pfeifer gestoßen. Hier wird eine tolle Möglichkeit gezeigt um Platinen (Leiterbahnen) zu verzinnen. Der Aufwand und die Kosten sind sehr gering und das Ergebnis läßt sich mehr als sehen. Hier bei mir im Baumarkt musste ich jedoch auf andere Fittingslötpaste ausweichen. Ich verwende  die Fittingslötpaste von CFH Art.-Nr. 52 348, 100g zum Preis von 10,49 €. Mit dieser Menge lassen sich jedoch sehr viele Platinen beschichten. Wichtig ist die absolut saubere und fettfreie Platine. Zum reinigen verwende ich Vergaserkraftstoff für den Modellbau (Metasynth), dieser enthält Methanol und Nitromethan. Die entsprechenden Sicherheitshinweise sind unbedingt zu beachten! Dann folgt mittels eines Pinsels der Auftrag der Lötpaste, gleichmäßig und deckend. Die Platine sieht dann gleichmäßig grau aus, die Leiterbahnen sind von der Paste bedeckt. Nun wird mittels Heissluftgebläse die bestrichene Seite erwärmt. Die Paste wird flüssig und trocknet im Anschluss. Das wars eigentlich schon, bleibt nur noch die Reinigung mittels Lappen und Wasser. Sollte die Beschichtung nicht gleichmäßig sein, kann der Vorgang wiederholt werden. Auf der obig angegebenen Seite gibt es ein kurzes Video das die ganze Prozedur zeigt.

hier eine so behandelte Platine

Pic´s und Atmel´s

Wie wärs mal mit einem Bastelprojekt mit PIC? Im Netz bin ich mehr durch Zufall auf diese Seite gestoßen http://www.sprut.de/electronic/pic/projekte/index.htm. Die vorgestellten Projekte fand ich sehr interessant und die Arbeit mit PIC´s war für mich ebenfalls neu. Eine gute Gelegenheit mal so ein Projekt zu testen. Der PIC-Brenner 5 war schnell aufgebaut, so das auch der Frequenzzähler und das LC-Meter folgen konnten. Da die Layouts und die Software auf der Seite zur Verfügung stehen, war der Rest kein Problem. Einen Nachbau kann ich nur empfehlen. Weitere interessante PIC-Projekte sind eine Funkuhr mit verschiedenen Einstellmöglichkeiten und für APRS Freaks gibt es eine Kombination von Tiny Trak mit Peek Pack, damit wird Tiny Trak mit einer LCD Anzeige ergänzt und man kann entsprechende UI-Frames mitlesen. Die Links zu den Seiten DCF-UHR http://ulegan.de/dcf/picdcf.htm und TPPT http://www.dl1mfk.de/PicPro/APRS/index.htm enthalten neben den Schaltungen ebenfalls die erforderliche Software für die PIC´s. 

links LC-Meter und Frequenzzähler, darunter links Platine LC-Meter und PIC-Brenner 5 / TPPT / DCF-Uhr (Firmware 1.3a)

DCF-Uhr mit UTC Anzeige, Tag im Jahr / Kalenderwoche wechselnd mit Datum (Firmware 1.4)

Neben den Pic-Nachbauprojekten hatte es mich schon immer mal gereizt, etwas mit einem Atmel zu probieren. In der CQ-DL (12/2006) bin ich das erste mal über das DC-Power-Meter-Modul gestolpert, allerdings geriet das ganze wieder ins Vergessen und erst Ende 2007 habe ich die Seite von DG7XO im Netz wiederentdeckt. Also nichts wie ran und dem Netzteil eine peppige Anzeige spendiert. Übrigens wurde das Projekt um einige Funktionen erweitert,  in der Elektor 1/2008 erneut vorgestellt. (www.DG7XO.de) Auch für Portabelbetrieb mit Akku bietet das Modul  vielfältige nützliche Funktionen.

Wenn man nun schon Atmels verbaut, wäre es natürlich auch nicht schlecht diese selbst zu brennen bzw. zu lesen. Hier musste also noch etwas Hardware her. Die ersten Versuche erfolgten mit einem Kanda-Dongle. Um allerdings den µC zu programmieren legte ich noch ein Brenn & Testboard nach. In der Elektor Juli / August 2008 fand ich dann die Schaltung von einem AVR-ISP kompatiblem Programmer mit USB. Die Platine für dieses Projekt war schnell fertig und es konnte los gehen.  Aufpassen muss man aber, wenn man in Unkenntnis der Fusebits etwas falsch setzt sperrt man sich recht schnell vom Atmel aus. Einzige Abhilfe ist dann ein HV-Programmer. Ich bin auf den sehr günstigen und leistungsfähigen Bausatz von B. Redemann gestoßen. Der ließ keine Wünsche offen und hat mir bei meinem verfusten (das geht schneller als man denkt !) Atmega8 bestens geholfen. Dieser Programmer bietet neben der HV-Programmierung auch noch die Möglichkeit über ISP zu programmieren. Software gibt sehr gute im Netz, man muss nur beachten das nicht alle Software mit dem USB-Programmer klar kommt. Die Eigenbau-Platine im unteren Bild rechts hat auf einer darunter befestigten Platine noch den Kanda-Dongle erhalten. Die UB + Spannung zum Schaltkreis wurde schaltbar ausgeführt, damit kann ich auf dieser Platine per LPT oder USB diverse Atmel´s beschreiben und testen.

 USB-ISP Brenner nach elektor darüber paralleler HV & ISP Brenner   /  Kanda-Dogle wie unter  www.rowalt.de zu finden

USB-ISP Brenner und Testboard zu einer Platine verschmolzen (links oben HV-Programmierkabel für DIP 28 Atmels) zusätzlich mit COM-Schnittstelle für die Kommunikation des Atmels mit der Außenwelt / untere Platine Kanda-Dongle

MAS - TRX

Auf der Website von W. Wippermann und einer alten CQ-DL (1-2006) sind wir durch Zufall auf den kleinen, einfachen TRX für 80m aufmerksam geworden. Eigentlich war Marcel, DO2WMH die treibende Kraft. Mit 40 Bauteilen und ca. bis 2 Watt Ausgangsleistung, für den Minimal Art Session (MAS) Contest konzipiert, ist er ein ideales Bastelprojekt für ein verregnetes Wochenende. Unsere Exemplare sind um einen Mithörton und eine TX/RX - Umschaltung erweitert worden. Letztere verhindert das Knacken im Kopfhörer beim Tasten.

MAS-TRX für 3,560MHz mit Elbug

Pixie3

Alles geht natürlich noch einfacher, insbesondere ohne Ringkerne zu wickeln. Einmal vom Bastelfieber gepackt fand ich im Netz noch den PIXIE. Mit 250 mW und einer sehr überschaubaren Platine kann eigentlich nichts schief gehen, zumal als Spulen Festinduktivitäten Verwendung finden. Bisher haben wir 3 Exemplare für 80m und 2 für 20m aufgebaut, die auf Anhieb funktionierten.  Problematisch ist der Durchschlag von Rundfunkstationen. Demnächst soll versucht werden ob mit einem Eingangsfilter der Empfänger verbessert werden kann. Die Aufbauanleitung ist sehr ausführlich und umfangreich, schnell ist auch für andere Bänder der "Kleine" auf der Platine. Für die etwas schwer beschaffbaren UKW-Drehko´s wird auch gleich ein unkonventioneller Ersatz vorgestellt. Ich habe ihn im Probeaufbau gleich mal umgesetzt :-). Zugegeben sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus, funktioniert aber für diesen Zweck hier.

Pixie 20m / 80m

Vierziger

Nach zwei Aufbauten von kleinen CW-Sendern, wäre natürlich auch mal ein TRX mit SSB eine tolle Sache. Die Unterlagen vom "Vierziger" liegen schon einige Zeit auf der Platte und den letzten Impuls gab die CQ-DL 03-2009. Derzeit werden gerade die Bauteile zusammengetragen. Die entsprechenden Platinen (TRX / DAFC) sowie einige Spezialbauteile konnten über den OV C-18 besorgt werden. Ein größeres Problem stellt die Beschaffung der Endstufe bzw. des Treibers dar. Der 2SC1971 wird nicht  mehr hergestellt und es werden verstärkt Fakes gehandelt, die zwar täuschend echt daher kommen jedoch bis auf die Bezeichnung nichts mit einem 2SC1971 zu tun haben. Beim Bezug sollte hier stets Skepsis angebracht sein, zumal die Preise teils sehr hoch sind. Im Netz habe ich schon welche für 70,95 € entdeckt!! Also diesen hier traue ich auch nicht so recht über den Weg und habe dann doch noch bei QRP-Project einen bestellt. Hier bin ich mir sicher einen "echten" 1971 in der Hand zu haben und der Preis ist auch OK

 

2SC1971 & 2SC2053 Fake oder echt ?

Und dann ging´s auch schon los. Alle Bauteile sortiert und schon man konnte zum Lötkolben greifen. Die Bestückung ging leicht von der Hand, besonders der Bestückungsaufdruck auf der TRX Platine ist sehr hilfreich. Die Spule L3 wurde gleich von 22µ auf 15µ verkleinert und die Spule L6, entsprechend der Anleitung (mittleres Beinchen bei den dreien wegknipsen und gedreht einlöten) eingebaut. Was mir natürlich untergegangen war der C47 musste bei der verwendeten Spule L6 von 100p auf 22p verkleinert werden. Also den C wieder raus und den richtigen rein. Für die Transistoren Q3 /Q4 und Q7 hatte ich entsprechende Ersatztypen in der Kiste liegen. R2 wurde nicht bestückt da ja die DAFC zum Einsatz kommt. Hier gab es dann auch ein paar SMD´s zu verarbeiten. Natürlich hatte ich die falsche Baugröße (die ganz kleinen bestellt), aber das ging trotzdem. Mit einer zweiten Brille auf der Nase - Lesebrille aus dem Baumarkt +2,5 - und einer Pinzette ging das ganze weit besser als gedacht. Die 15 SMD Bauteile, davon ein IC, waren recht flink auf der Platine. Besondere Vorsicht ist bei C6 von Nöten. Unter ihm geht ein Leiterzug durch und die Platine hat keinen Lötstopplack! Alle Steckverbindungen hergestellt und zum Schluss noch ein prüfender Blick. Dabei habe ich ihn entdeckt, ein Elko ist falsch bestückt. Also wird er schnell gedreht und einem ersten Test steht nichts mehr im Weg. Für die durchkontaktierte Platine ist ein vorsichtiges auslöten kein Problem. Fazit, die Frequenz liegt zwar noch daneben, da ja noch nicht abgeglichen aber der Empfänger funktionierte auf Anhieb und ein Paar Signale konnte man im Kopfhörer auch schon hören

 

und los geht´s, erst die Dioden, dann die Widerstände, die Festinduktivitäten und die Kondensatoren und ..... / erster Test sieht gut aus - RX funktioniert

Nach dem Einbau muss nur noch abgeglichen werden / Hier schon gebrauchsfertig verpackt.

QRP Project

Selbstgebaute Geräte auf hohem technischen Niveau stellen in dem Punkt ein Problem dar, wenn man sie nicht selbst entwickeln kann. Wenn man aber im Nachbau und im Umgang mit einem Lötkolben geübt ist, vorausgesetzt man überschätzt sich nicht selbst maßlos, bieten Bausätze genug  Raum sich auszutoben. QRP-Project hat sehr interessante Bausätze im Angebot. Nicht nur das die Bausätze alle Teile enthalten, auch die Baumappen sind von hoher Qualität und ebenen in Schritt für Schritt Anleitungen den Weg zum Erfolg. Neben dem DIP-IT wartete ich auf die MISS MOSQUITA als eines "meiner" nächsten Projekte. Allerdings habe ich nach 4,5 Monaten (vom 26.11.08 bis 17.04.09) die Notbremse gezogen, da von dem Bausatz weit und breit noch nichts zu sehen ist. Am 17.04 wurde die Bestellung von der Mosquita auf den ZM-4 ATU 160-10m geändert. Dieser soll entgegen den Lieferangaben im Shop - Lieferzeit 3 Wochen -  sofort verfügbar sein. Wow am 18.04 mittags war das Päckchen bereits da. Wie das so schnell klappte, bleibt wohl ein Geheimnis von Nik! Auf den ersten Blick war ich allerdings von den Schaltern und den Telefonbuchsen nicht sehr angetan. Auch die Achsverlängerungen der Drehko´s entpuppten sich als Abstandshülsen und die C´s waren nicht im richtigen Raster. Hier musste man den drei kleinen Burschen die Beine schon etwas mehr spreizen. Da das Gehäuse unbearbeitet geliefert wird, ist hier noch einiges an mechanischer Arbeit zu leisten. Aber Vorsicht, die in der Baumappe abgedruckte Bohrschablone ist nicht maßstäblich! Hier bleibt nur mit Stift und Stahlmaß die Angaben zu übernehmen. Die fehlende Beschriftung habe ich wie gehabt mit meinem Brother P-touch 75 angefertigt und aufgeklebt. Der Einbau der Schalter mittels des mitgelieferten Silberdrahtes hat mir nicht so recht gefallen, da wären die Schalter für Printmontage wirklich besser und stabiler gewesen. Standen hier Sparzwänge im Vordergrund? Den ersten Test hat der ZM4 dann allerdings ohne Probleme absolviert. Empfehlenswerter Bausatz mit, in meinen Augen, leichtem Punktabzug.

 

Stehwellen-/Leistungsmessgerät

Im Funkamateur 05/2009 war ein interessanter Artikel über ein Stehwellen-Leistungsmessgerät für 1,8 bis 60 MHz und 5 bis 120 Watt enthalten, welcher mein Interesse weckte. Das Hex-File für den Pic gibt es als Download  auf der FA-Website zum Download und die Platinen bietet der FA-Leserservice an. Die Platinen sind diesmal aber in der Auflage nicht ganz ohne. Bereits bei der Auslieferung lag ein Hinweis bei, das eine Masseverbindung zum Display fehlt. Als ran an den Lötkolben und die Platine bestückt. Allerdings ist die Leiterseite auf der die Bestückung erfolgen soll gegenüber dem Muster im Funkamateur gespiegelt, aber das ist ja kein Problem. Nach getaner Arbeit erreichte mich ein Brief des Leserservices das zwei Masseschlüsse auf der Messkopfplatine mittels kleinem Spiralbohrer entfernt werden müssen. Na toll, also die beiden Spulen und eine Diode wieder runter (etwas Platz braucht man ja!) Masse weg und die drei Bauteile wieder rein. Zum ersten Test schnell den Pic gebrannt und los - funktioniert :-), jetzt muss nur noch Zeit für das Gehäuse sein. Es liegt jedenfalls schon da!

Wouxun KG-UVD1P

Da bei meinem TH-D7E der Akku total breit ist, habe ich mich schon immer wieder einmal nach Ersatz umgesehen. Ich wollte nur ein "normales" Handy ohne große Spielereien. Mein Blick viel eher zufällig auf das Gerät von Wouxun, da der Hersteller mehr im Bereich PMR bekannt ist. Aber der Preis war heiß und so bestellt ich mir ein Gerät. Dazu gleich noch ein Autoladekabel und ein Programmierkabel. Ein Standlader gehört bereits zur Grundausstattung. Die Lieferung erfolgte schnell und einem ersten Test stand nichts im Weg. Die Modulation klingt gut und auch dem Empfänger ist Top. Der 1750 Hz Ton arbeitet sauber. Die DTMF Ausgabe ist kurz und unabhängig wie lange eine Taste betätigt wird. Da der Kanalsteller immer an gleicher Stelle etwas schwergängig war, besah ich mir die Sache mal genauer. Der Knopf war schnell entfernt, die Kante der Auflagefläche vom Knopf zog ich mit einer scharfen Klinge ab. Danach lief der Kanalsteller rundum leicht. Frequenzmäßig sollte man auf den Karton schauen, hier scheint es mehrere Varianten zu geben. Mein Gerät umfasst den Amateurfunkbereich und war nicht erweitert. Etwas verwundert besah ich mir allerdings das Ladekabel, da der Hohlklinkenstecker nicht ins Funkgerät passt und dort auch keine Buchse für externe Stromversorgung vorhanden ist. Ein zweiter Blick auf die Ladeschale klärte das Problem. Diese ist für die Ladung im PKW vorgesehen, hier kann das Autoladekabel angeschlossen werden. Allerdings ist das Netzkabel fest angeschlossen, so das dies im Auto wieder nutzlos an der Ladeschale hängt. Hier wäre eine Steckverbindung (Steckerlader) die bessere Wahl gewesen. Aber immerhin ist man mit der Ladeschale flexibel. Ein weiteres Problem war der USB-Programmieradapter. Der Treiber ließ sich unter WinXP problemlos installieren und der Adapter wurde auch anstandslos erkannt. Aber wie weiter? Eine Kurze Mail beim Distributor bescherte mir die Datei "KGUVD1 Programming Cable User`s Manual.doc". Aha es gibt also doch eine entsprechende Programmiersoftware. Die ausführbare Exe hat mein Mailprogramm vorsichtshalber entsorgt, aber Google bescherte mir dann mit einem Klick die "KG-UVD1-V1.05.exe". Damit klappt auch die Programmierung bestens. Die Software hätte, so wie ich das lese, dem Programmieradapter beiliegen sollen, fehlte aber. Oder meinte man hier nur den Treiber?  Die Verarbeitung läßt bis auf eine etwas lockere Batterieentriegelung (die Batterie sitzt aber Felsenfest) keine Wünsche offen, auch die Akkulaufzeit ist ordentlich. Fazit ein kleines handliches Gerät zu einem sehr günstigen Preis das mich nun öfters begleiten wird.

AVR Tracker

 Das hier vorgestellte Projekt ist eine Kombination aus WhereAVR-Project by N4TXI und AVR-Tracker von DH3WR. Die Anleitung, Software und Konfiguration findet man unter Ralf Wilke, DH3WR    http://www.ralfwilke.com/amateurfunk/aprs_tracker/   auch unter http://wiki.dh8tom.net/doku.php?id=avrtracker . Dafür habe ich eine Platine für bedrahtete Bauelemente erstellt, nur die zwei Transistoren sind als Lötübung in SMD auf der Leiterseite bestückt. Wobei der Transistor für das negieren des GPS Signals nicht in allen Fällen benötigt wird. Die Spannungsmessung wie bei Ralf ist hier nicht vorgesehen. Zur Ergänzung befinden sich die Schaltung, die Fuse-Bit Einstellungen, die Bestelliste, der Bestückungsplan etc. im folgendem PDF. Das Layout ist für Sprint-Layout von Abacom downloadbar. Einen Viewer für das Platinenlayout gibt es kostenlos auf der Seite von Abacom, mit diesem ist auch der Ausdruck möglich http://www.abacom-online.de/html/sprint-layout.html (ganz unten).

Projekt AVR Tracker       Platine

Meine Platine bestückt, mit anliegendem gültigen GPS Signal (gelbe LED an)

Die SMD bestückte Platine von Christian www.df6ef.de , hier noch ohne die 3 LED´s

 

Software-Links

ausgewählte Software für PPC Link
APRS/CE http://www.tapr.org/~aprsce/
APRS2DEC http://www.reitinger.privat.t-online.de/dl2usr/APRS2DEC.zip
AFU-Pack http://db0sif.darc.de/software.html
Packet-Radio http://www.pocket-packet.de/
OziExplorer CE http://www.oziexplorer.com
DX-Cluster http://www.qsl.net/dl1run/
Locator aus GPS-Daten http://www.qsl.net/dl1run/
PSK, RTTY, CW  (Digimode) http://sourceforge.net/project/showfiles.php?group_id=164956
Satellitenbahnberechnung 0sxsat http://www.fengers.de/0sxsat.htm

 

 

Fazit

Damit habe ich nach vielen Jahren wieder den Weg zu einer interessanten Beschäftigung gefunden und möchte anderen aufzeigen das es eigentlich gar nicht so schwer ist - ob allein oder in der Gruppe - den Schritt Richtung Amateurfunk zu gehen. Dank an Manfred und Wolfgang, ohne deren Anstoß ich den Weg zurück zum Funk nicht gefunden hätte. Der DARC und die OV´s benötigen Nachwuchs und der Amateurfunk ist auch für junge Leute eine interessante und lehrreiche Beschäftigung. 

 

                              Sendeturm Landeskrone (23.11.01) / Einwohnermeldeamt Görlitz (06.04.02)